Freitag 27 November 2020

E-Bike Tourenwoche Hochschwarzwald 23 .- 28. Sept. 2019

 
 
Eröffnungstour der ersten Ausgabe der E-Bike Tourenwoche
23.Sept. 2019

Nach der Ankunft im Hotel Sonnenhof/Sonnhalde in Birkendorf konnten wir die Zimmerschlüssel in Empfang nehmen, das Gepäck verstauen und kurz darauf gegen 11h zur unserer ersten Tour starten. Der von Kari unterwegs besorgte Spritzschutz wurde von Bernd und Toni noch schnell an mein gemietetes E-Bike montiert und mit Kabelbinder fixiert (hielt die ganze Woche).
Bernd erklärt uns die geplante Tour mit ca. 50 km Länge und ungefähr 800 Hm. Die Strasse ist nur offen für Velos, Wanderer und Fahrzeuge der Stauwehre Witznau und Schwarzabruck. Wir werden erst gegen Ende der Tour einkehren.
Da bin ich ja mal gespannt, ob ich als E-Bike Tourenneuling mithalten kann?
Das Wetter zeigte sich entgegen den Prognosen sehr angenehm, ja geradezu perfekt zum Velofahren.
Bernd übernahm die Spitze und Toni hängt sich an den Schluss der 9-köpfigen Biketruppe. Direkt vom Hotel fuhren wir via Birkendorf nach Witznau eine rauschende Abfahrt hinunter. Bereits zu Beginn eine soooo geile Abfahrt, aber auch immer im Hinterkopf die Ermahnung: so schön die Abfahrt auch ist, so müssen wir doch all diese Höhenmeter wieder bergwärts radeln!
Unterwegs zwischen Aichen und Witznau gab es ein unerwartetes Intermezzo durch eine Baustelle: Wir mussten uns mit dem Bike zu Fuss im Morast zwischen Bagger und Waldrand einmal rechts, dann wieder links der Baumaschinen entlang durchschlängeln. Schnell musste ich feststellen, dass das Vorankommen stark vom Untergrund abhängig ist.

Ab Witznau stieg der Weg erfreulicherweise sehr moderat die Schwarzaschlucht hinauf. Mit einem Lächeln auf den Lippen und mit Unterstützung der Elektromotoren fuhren wir gemächlich bis zur Mittelstufe des Elektrizitätswerkes hoch. Hier präsentierte sich ein kleines, idyllisches Ausgleichsbecken, perfekt geeignet für einen ersten Halt mit Zwischenverpflegung. Anschliessend radelten wir weiter hoch zur Stauwehr Schwarzabruck, wo rege Bautätigkeit im Gange war, daher sofort weiter das Tal hinauf Richtung Schluchsee. Dorthin lockte uns die Einkehr ins Seerestaurant Müller an der Staumauer. Angekommen mussten wir enttäuscht feststellen dass wegen zu geschlossen war...
Naja, dann gehen wir halt ennet der Staumauer in die Vesperstube. Angekommen wieder lange Gesichter: auch hier ist geschlossen… Da fragte Kari Bernd ernsthaft, ob wir denn hier eigentlich auf einer Diättour seien?
Bernd hatte noch einen Vorschlag: nämlich die Schlüchtmühle - aber auch hier Fehlalarm, leider auch geschlossen. Bernd grinste schuldbewusst und erinnerte sich an ein weiteres Restaurant, das wir, ohne richtig daran zu glauben, dann doch noch anpeilten. Freude herrschte: die “Waldschenke” war geöffnet und endlich konnten die abgeradelten Kalorien mit Kaffee und Kuchen wieder kompensieren. Beflügelt nahmen wir anschliessend die kurze restliche Strecke zurück zum Hotel unter die Räder.
Im Hotel noch kurz eine auflockernde Schwimmrunde im Hallenbad, dann Apero mit Tourenbesprechung für den Dienstag. Mit dem Nachtessen beschlossen wir einen eindrücklichen ersten Tourentag!

Fazit: So ein E-Bike ermöglicht auch einer weniger geübten und muskelstarken Radfahrerin ein ganz neues, abwechslungsreiches Schwarzwald-Erlebnis. Ich freute mich sehr auf die folgenden Tage!

Lilly Rieder
 




Tourenbericht Tour Nr. 2 Dienstag, 24.09.2019

Hochschwarzwälder 4-Seen E-Biketour: Schluch-, Windgfällweiher, Feld- und Titisee
Charakter und Eigenschaften nach „Komoot“: Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes technisches Können erforderlich.
Vorgaben: 5h30‘, ↔ 66.9 km, ↗ 749 m, ↘ 749 m.
09.00 Uhr Abfahrt mit PW zur Staumauer Schluchsee; 09:45 Start zur Tour.
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Die positiven Wetterprognosen ermutigen uns heute die „Königsetappe“ anzugehen. Nach kurzer Fahrt und dem Ablademanöver starten wir mit einer erfrischenden Fahrt dem Westufer des noch ruhenden Schluchsee entlang. Der ist durch die Fertigstellung der Staumauer 1930 zu heutiger Grösse – Tiefe 60m und Umfang 18 KM gestaut worden. Vorne das stille Wasser, im Hintergrund der abschleichende Nebel; Kameraauge was willst Du mehr? Beim Bahnhof Aha – obligater Tenuewechsel - nach links auf „befestigten Wegen“ hoch zum Windgfällweiher, der bereits 1895 zur heutigen Grösse gestaut wurde. Malerisch ringsum umgeben vom dichten Wald, der sich im Wasser spiegelt. Rassig geht’s durch den Wald hinunter nach Altglashütten und weiter nach Bärental. Die Konditorei bietet Vieles, das den bisherigen Kalorienverbrauch leicht kompensieren lässt. Kurze Abfahrt Richtung Titisee und bei Rotwasser nach links in den Seebachweg, der uns in einer langen gleichmässigen Steigung über 8 KM zum Feldsee führt. Ein Genuss diese breiten befestigten Waldwege; genügend Platz für Wanderer und Biker schafft eine gelöste lockere Atmosphäre. Trotzdem Äste und Steine erfordern Aufmerksamkeit. Diese fordern auch die Biber, links neben dem Fahrweg im Seebach. Sie haben sich grosse Mühe gegeben, einen Holzdamm errichtet und aus dem Bach erfolgreich einen See gestaut. Verständlich, dass das der Landwirt nicht lustig findet, wenn seine Schafweide geflutet wird – durch artengeschützte Biber. Der Weg wird nun etwas steiler und die Rampe hoch zum Feldsee erhöht den Puls. Dieser 9 ha kleine Karsee liegt 1.109 m hoch an den 300 m steil aufragenden Hängen des Feldberges und ist 32m tief. Seine Wasser fliessen durch den Windgfällweiher in den Schluchsee, so floss auch der Feldberggletscher vor einigen hundert Jahren. Rolli auf einem Felsbrocken dirigiert uns in die foto-optisch richtige Position „und nun alle winken“, es soll ein Gruss an Urs werden, der leider diesmal nicht mitkommen konnte. In wenigen Minuten sind wir am Raimartihof zum Z’Mittag um die humane wie technische Batterie aufzuladen. Wie überall im Schwarzwald sind Dockingstationen für E-Bike-Batterien gratis verfügbar. Das kulinarische Angebot ist auf Ernährung ausgerichtet: Linseneintopf, Flädlisuppe, Rührei mit/ohne Speck etc. zu recht freundlichen Preisen. Frisch gestärkt und geladen (Batterien) nehmen wir den Aufstieg zum Rinken, unserem heutigen mit 1197m höchsten Punkt unter die Räder. Vor der Abfahrt nochmals Tenuewechsel , es weht eine frische Bise und weitere 14 genussreiche Kilometer liegen vor uns. Von hier oben liegen der Titisee, Neustadt und Hinterzarten im Blickpunkt, die Alpen sind heute durch Wolken verdeckt. Wir rauschen hinunter, aber schon bei Bisten zeigen die Wegweiser nach rechts dem kurzen Stutz hoch, vorbei an den Sprung-Schanzen, die belegen, dass Hinterzarten ein bedeutendes Nordic-Center war und ist. Nach Hinterzarten queren wir auf Waldpfaden das schöne Hochmoor und gelangen nach Titisee. Wegen der TV-Serie „Schwarzwaldklinik“ ist Titisee ein MUST für asiatische Besucher. Boutiquen säumen die Promenade durch die wir trotz den vielen Touristen müssen. Danach am südöstlichen Uferweg wird‘s ruhiger leider versperren hohe Hecken die Sicht zum See. Auch der Titisee verdankt seine Entstehung dem Feldbergletscher, dessen Geschiebe die heutigen Ufer bilden. Bewässert wird der See durch den Seebach, siehe oben - der mit den Bibern, und entwässert über die Wutach in den Rhein. Wir finden eine Lücke für die Kamera-Objektive. Danach nochmals einen Aufstieg von 120Hm am Seebachweg vorbei nach Bärental. Auf gleichen Pfaden wie am Morgen erreichen wir den Schluchsee und kehren im Unterkrummenhof zu Kaffee/Kuchen ein. In der alten Schwarzwälder Stube lassen wir den Tag Revue passieren. Dora, Toni, Margrit, Rita und Bernd haben diese Runde im Juni bereits rekognosziert und ins Programm aufgenommen.
Die paar Kilometer dem Ufer entlang zu den Autos sind rasch hinter uns. Vielen Dank Dora, Kathrin, Lilly, Margrit Silvia, Kari, Rolli und Toni für die Freude der gemeinsamen Tour.
Bernd






Tourenbericht Tour Nr. 3 Mittwoch, 25.09.2019

Hoch zum Bähnle-Weg, hinunter nach Sommerau und wieder hoch zum „Monschtrum“

Charakter und Eigenschaften nach „Komoot“: Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen!
Vorgaben: 4.4 h, ↔ 54.2 km, ↗ 860 m, ↘ 870 m
Tagesbefehl: 07.30 Uhr Morgenessen, 09.00 Uhr Abfahrt mit PW nach Seebrugg
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Nach 15 min Autofahrt werden wir in Seebrugg beim Strandbad mit einer kalten Dusche von oben bedient. Bei nur 9°C auf 930 Metern nicht gerade „anmächelig“ zum Biken. Doch schon nach wenigen Minuten erbarmt sich Petrus unser und beschenkt uns mit einem Regenbogen.
Also nicht’s wie los in Richtung Nordwesten, dem Schluchsee entlang und weiter zum Windgfäll-weiher. Schon bald wechseln wir die Richtung nach Osten und Pedalen zielstrebig der Ortschaft Lenzkirch zu. Für die Mittagsrast ist es noch etwas zu früh und unser Guide zweigt kurz vor dem Dorfeingang um 180° nach rechts ab auf die L156. Die flott geschwungenen Serpentinen der Strasse, notabene zurück in Richtung Dorf Schluchsee , haben es ihm angetan. Nach ca. 150 strammen Höhenmetern mit relativ hoher Durchschnittskadenz ist die Zeit reif für etwas zwischen die Zähne. Über Forst-und Feldwege und entlang einem kleinen Bach geht’s zurück zur Abzweigung.
In der gepflegten Dorfmitte bei der Kirche von Lenzkirch dann der verdiente Znünihalt. Obwohl unser Outfit verschmutzt und genässt ist, heisst uns die Wirtin im Café Wiest am Kirchplatz herzlich willkommen. Und ist überrascht, dass unser Roli alte Zeitungen verlangt als Sitzunterlage, um die Polster nicht zu verschmutzen! Mann, ist der aber gut erzogen!
Die Kathrin hat Probleme unterwegs. Dauernd rutscht sie auf dem Sattel hin und her. Bis dass sie merkt, ach herrje, die Regenhose, die verflixte, die sitzt ja verdreht, der Schlitz nach hinten und vorne zu viel Stoff! Doch der Kathrin kann auch sowas die Gute Laune nicht verderben, die Hose wird mit einem frohen Lachen einfach umgedreht.
Inzwischen klart es etwas auf, zaghafte Sonnenstrahlen dringen hernieder und begleiten uns auf dem Bähnle-Radweg in östlicher Richtung zum Klausenbachviadukt. Eine Eisenbahn-Fachwerkbrücke (Untergurtbrücke) von hoher Ingenieurkunst, erbaut 1907 mit 46 m Spannweite, sehr eindrücklich! Weiter auf dem alten Bahntrasse bis vor Bonndorf. Seit 1977 ist die Bahn stillgelegt und seit 2003 für den Veloverkehr hergerichtet und freigegeben. Bei KM 49 geht’s dann rechts in den Wald und auf einer rassigen Abfahrt zur Sommerau. Eine Kaffeepause ist fällig, doch das schön gelegene Hotel -Gasthof Sommerau hat heute Wirtesonntag. Auf Waldwegen geht es weiter, zuerst ansteigend und dann hinunter zum Höchtannenweg. Etwas abseits vom Weg steht sie dann – das „Monschtrum“ - die Danieltanne, fast unscheinbar inmitten ihrer Artkollegen. Ca. 400 Jahre alt, 50 Meter hoch und für den Umfang braucht es 4 Armspannweiten unserer Gruppe. Wirklich imposant dieser Baumriese aus fast 40 Ster Holz. Was er uns wohl alles erzählen könnte? Die Weiterfahrt führt uns zum Schlüchtsee. Wir fahren mitten über die Liegewiese vom Strandbad (leider ohne Badenixen) an‘s Seeufer. Ab hier geht’s vorbei an manchmal gar schrecklichen Gestalten, geschnitzt aus Holz und bunt bemalt. Der Schlühüwana-Park ist imposant bez. seiner Holzkunstwerke. Für mich ist aber am Ende des Parks, änet am Kreisel, die Rothausbrauerei, resp. ihr Gebräu, wirklich imposanter. Doch zu früh gefreut, zuerst die Arbeit dann das Vergnügen! Tour beenden, beim Parkplatz Bike verladen und zurück zur Brauerei. Die Beine strecken, ein kühles blondes „Rotmädele“ vor sich auf dem Tisch und eine Bretzel dazu entschädigen (MICH) für die kurzen Schauer, die Wirtesonntage, die nassen Kleider und die sportlichen Strapazen. Doch Wetterkapriolen und Überraschungen meistern wir mit links, gehören eben zum Outdoorspass und sind nichts für Stubenhocker!
Unser Verwöhnmenue zum Abendessen: Schaumige Kürbissuppe, Schäufele an Dunkelbiersauce oder gegrillte Poularde oder gegrilltes Rotbarschfilet, Schwarzwälder im Glas zum Nachtisch.
Vielen vielen Dank an Bernd und Toni für diese schöne Tour im uns unbekannten Hochschwarzwald, die gute Streckenwahl und die umsichtige Führung. Es war Super!
kari








 Tourenbericht Tour Nr. 4 Donnerstag, 26.09.2019

Wie angekündigt erwatete uns ein grauer Himmel mit Regenwolken. So beschlossen wir, etwas Kulturelles zu unternehmen. Wir besuchten den Dom von St. Blasien. Um 11Uhr begann unsere Führung, welche Bernd organisiert hatte.
Der Dom wurde im klassizistischen Stil erbaut; damals eine Pionierleistung. Beim Eintreten erwartete uns ein weiter, heller, runder Raum. In der Mitte eine Grosse Kuppel. Der Raum lädt zum Staunen und zum verweilen ein. Der Dom, der 4. Grösste in Europa, hat eine bewegte Geschichte, welche uns von Hr. Gassert sehr interessant erzählt wurde.

“Gerbert ließ 1770 die Gebeine von 14 Habsburgern aus der Schweiz nach St. Blasien überführen und machte so die neue Kuppelkirche zur Habsburger Grabeskirche. Im Jahre 1783 wurde die neue Kirche geweiht. Schwere Schicksalsschläge trafen die Kirche in den folgenden Jahren. Nach der Aufhebung des Klosters, der sogenannten Säkularisation, wurde die Kirche geschändet. Alle Einrichtungen, samt der Orgel des großen Orgelbaumeisters Andreas Silbermann, wurden herausgerissen und zerstört. Auch die toten Habsburger wurden aus der Gruft genommen und nach Österreich überführt. Im Jahre 1874 wurde die Kirche durch ein Feuer zerstört. Mit einfachen Mitteln wieder aufgebaut konnte sie 1913 ein zweites Mal eingeweiht werden. In einer großangelegten Renovierung in den Jahren 1981-1983 konnte die Kirche, mit erheblichen Abstrichen, wieder so hergestellt werden, wie sie sich ein Fürstabt Martin Gerbert einmal vorstellte“ Auszug aus Hochschwarzwald.
Nach dem Besuch des Doms beschlossen wir, uns noch etwas zu bewegen. So fuhren wir zum Schluchsee, luden unsere Bikes ab und radelten los. Über die Staumauer, Eisenschmelze, Unterkrummenhof, Station Aha, Ort Schluchsee. Ich bemerkte gar nicht, dass wir schon um den See geradelt waren. Ich war einfach erstaunt, wie gross doch der See war!? Als kleine Herausforderung radelten wir hoch nach Faulenfürst und steil hinunter nach Seebrugg und als krönender Abschluss auf einem Single Trial zurück zum Parkplatz. Da alles nass und rutschig war, wurde auch Bekanntschaft mit dem Boden gemacht. Zum Glück ohne Schaden. Und mich verliess der Mut, und ich schob mein Rad auf den letzten Metern.
So neigte sich wieder ein schöner Tag dem Ende zu. Es muss nicht immer die Sonne scheinen für einen guten Tag zu haben. Zusammen sein mit guten Leuten, in der Natur sein, etwas Kulturelles erleben; das alles macht uns schon reich!
Danke Bernd und Toni

Kathrin Kappeler

 

 

 

 

 











Tourenbericht Tour Nr. 5 Freitag, 27.09.2019
Parkplatz Aha – Caritashaus – Feldberg Gipfel – Zastler Hütte – Raimartihof – Äumeler Kreuz – Parkplatz Aha
Charakter und Eigenschaften nach „Komoot“: Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.
Vorgaben: 4h30‘, ↔ 37 km, ↗ 950 m, ↘ 950 m.
09.00 Uhr Abfahrt mit PW zum Parkplatz Aha am See; 10:00 Start zur Tour.
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Mehr geht nicht: Das Morgenbulletin des Hotels verspricht Sonne bis 16:00, alle Handys haben es ebenso und die Spezialisten unter uns die das Wetterprofil analysieren bestätigen. Nur weiss das die eine tiefhängende Wolke nicht, die uns den ganzen Tag verfolgen wird.
Vom Parkplatz geht’s zunächst dem Lachenrütteweg auf befestigter Spur 7 KM fast gleichmässig bergauf zum Caritashaus – herrlich wenn Puls und Belastung harmonieren geht’s fast von selbst. Am Anfang bieten sich noch spektakuläre Tiefblicke auf den Schluchsee, später und für lange Zeit umhüllt uns der Tannenwald. Wir erreichen das Caritashaus auch dank der kühlen Temperatur noch fast unverbraucht, trotzdem Roli lädt uns zur Kaffeerunde in den Schwarzwälder Hof. Hinterm Haus der Natur beginnt der Panorama Weg, für Biker der Gipfeltrail und für uns der Aufstieg zum Feldberg Gipfel 260 HM auf 4KM. Wir können nur erahnen warum der Pfad das Adjektiv „Panorama“ trägt. Man sieht von hier den Alpenkranz, heute leider nur das Wiesental um Todtnau. Den Gipfel 1493m erreichen wir fast unbemerkt, da er tief in der Wolke liegt. Der Feldberg ist nicht nur für die Meteorologen, auch militärisch ein wichtiger Punkt in der Überwachungskette. Ein schönes Gefühl gemeinsam im Gipfelkreis zu stehen. Noch das obligate Gipfelfoto von Rolli und ein Schoggikeks von Lilly, dann beginnen wir die zügige Abfahrt, der Wind bläst uns (auch mich mit 90+KG) fast aus der Kurve. Nach 2 KM scharf rechts kommen wir wieder auf den Panoramaweg und setzen die Gipfelumrundung fort, vorbei an der Todtnauer Hütte, der St. Wilhelmer Hütte zur Zastler Hütte. Der Gipfeltrail ist bis hierhin asphaltiert. Nun wird es etwas rauer, der Weg schmaler, die Abfahrt steiler und der Belag recht steinig. Wir sind mit unterschiedlichen E-Bikes unterwegs, voll gefederte MTB, vorne gefederte Tourenbikes und dem Flyer-Standard. Mit einem breiten Lachen meistern alle diese einzig kritische Stelle der Tagestour. Hinab zum Rinken, da waren wir bereits am Dienstag, und weiter zum Raimartihof die Batterien vom Bike mit Strom und mit Kohlehydrate die von uns aufladen. Wir müssen noch wenige Kilometer auf Waldwegen hoch zum Caritashaus, von da beginnt unsere lange Abfahrt zu den parkierten Autos. Zunächst auf der Aufstiegsspur, dann beim „Zweiseenblick“ nach rechts hinunter zum Äulemer Kreuz. Von hier war noch eine Zusatzschlaufe durch den Wald zur Lachenhütte vorgesehen. Wegen des zunehmend starken Regens sausten wir die asphaltierte Strasse hinunter zu den Autos. Velos verladen und Kaffee/Kuchen in der traditionellen Tannenmühle im Schlüchttal. Eine rassige Tour findet so das angemessene Finale, die Schwarzwälder Torte soll hervorragend gewesen sein.
Vielen Dank Dora, Kathrin, Lilly, Margrit Silvia, Kari, Rolli und Toni für die Freude an der gemeinsam erlebten Tour.
 Bernd



 



Tourenbericht Tour Nr. 6 Samstag, 28.09.2019
Parkplatz Staumauer– Eisenbreche – Kohlhütte – Lachenhütte - Äumeler Kreuz- Harzerweg – Brändleweg – Menzenschwand/Wasserfall – Alten-rondstrasse – Muchenland – Blasiwald – Parkplatz Staumauer
Charakter und Eigenschaften nach „Komoot“: Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege.
Vorgaben: 3h ↔ 32 km, ↗ 720 m, ↘ 720 m.
09.30 Uhr Abfahrt mit PW zum Parkplatz Staumauer; 10:15 Start zur Tour.
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Samstag, packen und heimreisen. Vorher wollen wir jedoch noch die Schlaufe befahren, die uns gestern der einsetzende Regen verwehrt hatte.
Über die Staumauer links nach Eisenbreche (911m) und dort rechts Richtung Feldberg. Zwischen Schluchsee und der NO-Flanke des Habsberg, des südlichen Ausläufers des Feldbergs führt ein Wegesystem hinauf zum Taleinschnitt von Äule. Wir nehmen die Route 4, ein meist gut befestigter Waldweg mit mässige Steigung – so lieben wir es – schon bald liegt der Schluchsee tief unter uns und es beginnt zu nieseln – Tenuewechsel. Kurz vor der Rosshütte (1205m) wird’s mit 22% richtig steil, nach der Trainingswoche aber kaum eine Herausforderung für uns. Wir erreichen das Äumeler-Kreuz und können da weitermachen wo wir gestern abbiegen mussten. Links hinunter und im Scheitelpunkt der nächsten Haarnadelkurve in den schmalen Weg nach rechts (hatte mir das fest auf der Karte eingeprägt) runter in den Schützenwaldweg, die Regen der letzten Stunden haben den Weg markiert und bald unsere Bikes und Kleidung. Nach ca. 3 Km kommt links der Brändleweg, dem folgen wir zur Klusenmoräne, er macht dort eine Spitzkehre und führt uns zum Menschwander Wasserfälleli – also der vom Augstbach in Balsthal ist imposanter – und weiter zum originellem Restaurant Kuckuck. Nur leider es ist 11:10 und die Beiz macht erst um 12:00 auf? 2KM weiter kurzer Kaffeehalt in Menzenschwand, am Ortsende nach rechts und parallel zur Strasse bis zum Abzweiger St. Blasien. Kurzer Tenuehalt, denn es geht nochmals 6KM aufwärts nach Muchenland. Wir geniessen diese letzte Waldstrecke unserer Bike-Ferien. Über den Bildstöckleweg erreichen wir den einsamen Wanderknotenpunkt Muchenland. Ein geschichtsträchtiger Flecken, der ursprünglich 1597 von zwei Glasmeistern besiedelt wurde und späterer Standort einer Glashütte, die 1622 nach Althütte umgesiedelt wurde. Von nun an geht’s rauschend bergab! An der Sommerseite entlang und nur kurz aber rassig auf der Bundesstrasse zur Eichenbreche. Am Seeufer auf Müllers Terrasse geniessen wir die Sonne und einen kleinen Snack. Noch über den Staudamm dann das grosse Adieu.
Merci der Tourenleitung für die sorgfältige Planung und umsichtige Durchführung der Tourenwoche.
 Tolle Gruppe
 Abwechslungsreiche fordernde Routen
 Weder Unfall noch Ungemach
 Ja und 2020 soll die E-Bike Tourenwoche im Allgäu vom 7. bis 12. September stattfinden



Ende der Tourenwoche Herzlichen Dank an Bernd und Margrit die uns eine so tolle Woche geplant und geführt haben.